c hafner

Was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist.

1.Kor 1,27

 


Catherine Hafner

jek3

ZEUGNIS

von Catherine Hafner; eine Magd des Herrn.

Ich wurde 1956 in einem Dorf in Nordgriechenland, im biblischen Mazedonien geboren. Als meine Mutter mich erwartete, hat meine Grossmutter sie wegen einer Kleinigkeit verflucht und gewünscht, dass das Kind, also ich, tot geboren wird. Ich bin nicht tot geboren aber ein paar Monate später schmelzte ich so dahin. Meine Eltern brachten mich zu einem Geistheiler der "das Pendel geworfen" hat und meinte, dass ich leben werde. Das hatte mich natürlich unter einen Fluch gebracht. Als Kind wäre ich fast zweimal von einem Pferd zu Tode getreten worden. Wenn ich zurückschaue sehe ich, wie der Feind schon damals versuchte mich zu töten, aber der Herr hatte einen Plan für mein Leben.
Als Kind hatte ich viele Fragen und zog mich gerne zurück um über Gott und die Welt nachzudenken. Aber ich hatte niemanden der mir den Weg zeigen konnte und so lebte ich wie alle anderen. Ich weiss nicht, ob ich es geträumt hatte oder ob es mein Wunsch war eines Tages einen Prinzen zu heiraten, einen Wagen mit Geld zu füllen, den Armen zu verteilen und ihnen zu sagen: nehmt, das ist von Gott für euch! Also es war in meinem Leben schon als Kind etwas von Gott da, ohne dass es mir bewusst war. Ich dachte, wenn ich mal heirate dann möchte ich Jesus heiraten, auf Ihn kann man sich wenigstens verlassen.
Es ist interessant, dass all diese Wünsche in Erfüllung gegangen sind, natürlich nach viel Leiden. Heute bringe ich den Menschen nicht Gold sondern das Wort Gottes und ich darf durch die Gnade Gottes zu der Braut Jesu gehören.
Die politische Situation in Griechenland, aber auch der Streit in der Verwandtschaft haben in mir schon als Kind den Wunsch geweckt eines Tages ins Ausland zu gehen. Nach Kanada oder Australien; die Schweiz existierte für mich nicht, aber Gott hat es anders geführt.
So bin ich in 1975 nach der Heirat mit einem Halbschweizer in die Schweiz gekommen. Ich war damals 19 ½ jährig, noch ein Kind auf eine Art, ohne Ahnung vom Leben. Es gab Schwierigkeiten mit der Schwiegermutter und so wurden wir nach 10 Jahren Ehe geschieden.
Ich war in diesen 10 Jahren nie in einer Kirche gewesen, nur mal so zehn Minuten für die Taufe meines Sohnes, weil mein Ehemann und meine Schwiegermutter überhaupt kein Interesse an so was hatten.
Ich habe aber Nachbarn beobachtet, die anders waren als die anderen. Ich sage euch, es lohnt sich den Mut zu haben anders auszusehen. Es hatte mich beeindruckt! Wenn die Nachbarn modern gewesen wären, hätte ich mich überhaupt nicht interessiert. Also wurde ich 1985 zu der Evangelisation nach Zürich von Luis Palau mitgenommen. Dem Aufruf zur Lebensübergabe an Jesus bin ich gefolgt und dazu nach vorne gegangen. Was die gläubige Schwester erklärte konnte ich jedoch nicht richtig verstehen, es war damals wie wenn ein Schleier vor meine Augen wäre. Doch ein Jahr später gingen meine Augen auf, und mir wurde alles klar, darum gebt nie jemanden auf!
Der Herr hat aus einer schüchternen, scheuen Frau eine Kämpferin gemacht; das ist Sein Werk. Ich möchte wie Paulus am Ende meines Lebens sagen können: Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten. Amen
Ich möchte dem Herrn danken für meine Familie, die mich immer unterstützt hat und bereit war den Preis zu zahlen. Wir haben in den letzten bald 30 Jahren unsere Zeit, Kraft und Geld für das Reich Gottes investiert. Mein Sohn hatte nicht soviel Spielzeug und schöne Sachen wie andere Kinder. Er musste verzichten, damit wir mit dem Wenigen das wir hatten und haben dem Herrn dienen konnten. Aber der Herr wird es ihm zurückerstatten und ihn mächtig gebrauchen. Wir leben nicht für uns sondern für Jesus. Der Herr ist ein Belohner, gelobt sei der Name des Herrn.
Ich durfte in den letzten Jahren 74 Ländern besuchen um zu beten und zu evangelisieren, darunter auch Nordkorea, Iran, etc. Ich habe viel gesehen und viel erlebt mit dem Herrn. Mein Leben besteht aus Gebet und Evangelisation in der ganzen Schweiz und in den Nationen. Der Herr gibt mir seit Jahren immer wieder das Wort: „Ich habe dich von der Weide hinter den Schafen weggenommen, dass du ein Fürst über mein Volk sein sollst“ ( 1.Chr. 17,7).
Der Herr sucht immer Einzelne, die Er auf die Seite nimmt, schleift und für bestimmte Aufgaben vorbereitet; Menschen, die keine Kompromisse machen! Wir wissen uns im Willen Gottes und das gibt uns die Kraft trotz aller Ablehnung weiter zu machen.
Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebte! Sei getrost, sei getrost. Amen
November 2017

 

November 2016