Ich wurde 1956 in einem Dorf in Nordgriechenland, im biblischem Mazedonien geboren. Als meine Mutter in Erwartung war hat meine Grossmutter wegen einer Kleinigkeit sie verflucht und gewünscht, dass das Kind tot geboren wird. Ich bin nicht tot geboren aber ein paar Monate später war ich so am Dahinsiechen. Meine Eltern brachten mich zu einem Geistheiler „der das Pendel geworfen hat“ und meinte, dass ich leben werde. Das hatte mich zusätzlich unter einen Fluch gebracht. Als Kind wäre ich fast zweimal von einem Ross zerstampft worden. Wenn ich zurückschaue, sehe ich wie der Feind schon damals versuchte mich zu töten, aber der Herr hatte einen Plan für mein Leben.
Als Kind hatte ich viele Fragen, ich zog mich gerne zurück um über Gott und die Welt nachzudenken. Aber ich hatte niemanden der mir den Weg zeigen konnte und so lebte ich wie alle anderen. Ich weiss nicht ob ich es geträumt hatte oder ob es mein Wunsch war eines Tages einen Prinzen zu heiraten, einen Wagen mit Geld zu füllen, den Armen zu verteilen und ihnen zu sagen: nehmt, das ist von Gott für euch! Also es war in meinem Leben schon als Kind etwas von Gott da, ohne dass ich es mir bewusst war. Ich dachte, wenn ich mal heirate dann möchte ich Jesus heiraten, auf Ihn kann man sich wenigstens verlassen.
Es ist interessant, dass all diese Wünsche in Erfüllung gegangen sind, natürlich nach viel Leiden. Heute bringe ich den Menschen nicht Gold sondern das Wort Gottes und ich darf durch die Gnade Gottes zu der Braut Jesu gehören.
Die politische Situation in Griechenland aber auch der Streit in der Verwandtschaft haben in mir schon als Kind den Wunsch geweckt eines Tages ins Ausland zu gehen. Nach Kanada oder Australien; die Schweiz existierte für mich nicht, aber Gott hat es anders geführt.
So bin ich in 1975 nach der Heirat mit einem halb-Schweizer in die Schweiz gekommen, ich war damals 19 ½ jährig, noch ein Kind auf eine Art, ohne Ahnung vom Leben. Es gab Schwierigkeiten mit der Schwiegermutter und so wurden wir nach 10 Jahren Ehe geschieden.
Ich war in diesen 10 Jahren nie in einer Kirche gewesen, nur 10 Minuten für die Taufe meines Sohnes, weil mein Ehemann und meine Schwiegermutter überhaupt kein Interesse hatten an so was.
Ich habe aber Nachbarn beobachtet, die anders waren als die anderen. Ich sage euch es lohnt sich den Mut zu haben anders auszusehen! Es hatte mich beeindruckt! Wenn die Nachbarn modern gewesen wären, hätte mich das überhaupt nicht interessiert. Also ich wurde mitgenommen zu der Evangelisation nach Zürich von Luis Palau im 1985. Ich bin nach vorne gegangen aber konnte noch nicht verstehen, was mir das Fräulein erklärte; es war wie wenn ein Schleier vor meine Augen wäre. Aber ein Jahr später, gingen meine Augen auf, darum gebt nie jemanden auf!
Ich hatte mich als Gemeinde für die Heilsarmee entschieden. Damals war Kurt Wenger der Leiter in Wädenswil. Ich war kaum bekehrt und ging schon mit 2 alten Schwestern von Restaurant zu Restaurant um zu singen und von Jesus zu reden. Die Leute waren beeindruckt von meinem Glauben, dabei wusste ich gar nicht viel. Aber die Begeisterung, die erste Liebe beeindruckt immer Menschen. Sehr schnell habe ich den Besuchsdienst übernommen und besuchte Gläubige aber auch Ungläubige im Altersheim Wädenswil, wo ich den alten Leuten die Bibel vorgelesen habe, ihnen vorgesungen: Gott ist die Liebe ..., mit ihnen gebetet habe, etc. Ich bin schnell im Glauben gewachsen. Wenn du Dienst machst, machst du Sprünge im Glauben, während andere zurückbleiben und sich um sich selber drehen und jammern. Ich durfte zweimal predigen: Das erste mal über den Zehnten und das zweitemal über den Glauben. Als ich das erste Mal auf die Kanzel ging um zu predigen, habe ich gespürt wie der Mantel Gottes auf mich kommt. Ich wusste damals noch nichts über Salbung, usw. Ich hatte von Anfang an viele Visionen bis ich den Herrn bat, Er soll mir Träume geben, weil ich sonst nicht viel zum Schlafen kam. Ich war alleinstehende Mutter und hatte noch auf einer Bank gearbeitet. Seitdem habe ich mehr Träume.
Nachdem ich zweieinhalb Jahre in der Heilsarmee war, hatte mich der Herr weitergeführt. Ich kam in Kontakt mit der ZOE Gemeinde von der Glaubensbewegung. Ich fing an die Bücher von Kenneth Hagin senior zu lesen und war auch als Besucher 3 Wochen in seiner Gemeinde in Amerika. Durch seine Bücher und den Aufenthalt dort habe ich mehr gelernt als 30 Jahre in eine normale Gemeinde. Also wenn du den Eindruck hast, du bekommst zu wenig in deiner Gemeinde, musst du nicht weggehen, denn die meisten Gemeinde sind auf dem gleichen Niveau sondern lies Bücher von Heilungsevangelisten wie K. Hagin Senior, John G. Lake, Wigglesworth, etc, du wirst gesegnet werden. Aber wichtig ist, dass du praktizierst, was du liest, sonst bleibt es totes Wissen.
Nach wieder 2 ½ Jahren in der ZOE, wo ich auch meinen Mann kennenlernte, war die Zeit reif weiterzugehen. Der Herr hat mir 5 Jahren Zeit gegeben zu lernen, dann war die Zeit vom Konsumieren vorbei, obwohl ich immer schon gedient hatte. Dann fing ein neuer Dienst an.
Der Herr führte mich zwischen 1992 bis ende 1998 in verschiedene Gemeinden, meistens für ein paar Monate um den Zustand zu sehen, zu beten und mit den Leitern zu reden. Es ging meistens um Busse, aber die Gemeinden waren nicht bereit Busse zu tun. Die letzte Gemeinde war in Luzern, es war verboten laut zu beten. Aber nach ein paar Monaten dort bin ich eines Sonntages auf die Knie gegangen und habe zum Herrn gerufen. Man hatte mich gestoppt, aber eine Schwester ging nach vorne und sagte: während diese Schwester gebetet hat, habe ich Jesus gesehen wie Er vor jedem steht und anklopft; einige haben geöffnet aber sofort wieder zugemacht. Die Gemeinde hatte nicht reagiert; das Gegenteil - sie hatten das Abendmahl genommen ohne Antwort zu geben. Das war die letzte Gemeinde wo mich der Herr auf diese Art brauchte.
Im Mai 1992 hatte der Herr uns von Wädenswil nach Cham im Kanton Zug gezügelt, um bis Ende 1998 für die Innerschweiz zu beten und dort zu evangelisieren. Schon in der ersten Woche zeigte mir der Herr durch einen Traum den Zustand von Land und Gemeinde.
Wir stiessen dort auf Ablehnung, aber ich glaube unsere Arbeit war nicht umsonst. Als der Herr mir in einem Traum anfangs 1998 sagte, dass wir nach Winterthur müssten, war ich überhaupt nicht begeistert. Erstens das Zugerland ist schön, zweitens dachte ich Winterthur hat doch alles. Ich kannte Winterthur nicht aber ich hörte so ein paar Sachen und so wollte ich lieber irgendwo anders hin. Im Januar 1999 gab mir der Herr einen Traum über die Schweiz, aber es folgten auch Träume über Winterthur, die könnt ihr lesen unter Träume.
In Frühling 1999 waren die 40 Tage Gebet und Fasten. So besuchte ich diese Gebetszeiten und war erschrocken über die Sattheit unter den Christen hier, über die schönen so gleichgültigen Gebete. Hier in Winterthur ist mir das Wort wieder in Sinn gekommen: es ist nicht alles Gold, was glänzt. Es ist mir auch hier klar geworden, es wird überall ein schönes Evangelium gepredigt, Gnade, Liebe, Himmel ...!!! Ich bin jetzt 8 Jahre hier, kann mich aber nicht an eine Predigt erinnern über die Hölle. Als ich anfing zu warnen vor den Gerichten Gottes hat man mich als negativ, gesetzlich etc. abgelehnt. Jetzt wo die Gerichte Gottes klar da sind auf der ganze Welt, hat man den Mut etwas zu sagen. Aber niemand hatte bis jetzt den Mut zur Demut gehabt zu sagen: Catherine du hattest Recht. Ist es nicht traurig, wir reden von Demut und sind so stolz, wir reden von Glauben und betteln um Geld, wir reden von Liebe und verstossen Geschwister, wenn sie uns nur ein Wort sagen. Ich möchte Liebe leben und nicht predigen.
Viele Leiter haben in den letzten 14 Jahren von mir Briefe bekommen oder E-Mails und sind gewarnt worden über Gnade und Gericht und über Himmel und Hölle zu predigen. Einige haben es angenommen, viele nicht, der Herr allein weiss es!
In Zug habe ich mit Gebetsmärschen angefangen und hier in Winterthur habe ich diese weitergeführt. Nebst den Kantonshauptstädten durfte ich noch in Winterthur, Biel und in Rikon wo das tibetische Kloster ist, 7 Tage Gebetsmärsche machen. In den letzten 3 Jahren führt mich der Herr in die Nationen, wo ich auch 7 Tage Gebetsmärsche mache und den Menschen auch das Evangelium bringe. Es nimmt etwas zu in meinem Leben. Es ist die Gnade Gottes aber auch das Resultat von viel Gebet, Fasten und Gehorsam. Es heisst: wer in kleinem treu ist, wird auch für Grösseres gebraucht werden und so weiss ich, dass ich die Herrlichkeit Gottes sehen werde.
Der Herr hat aus einer schüchternen, scheuen Frau eine Kämpferin gemacht; das ist Sein Werk. Ich möchte wie Paulus am Ende meines Lebens sagen können: Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten. Amen
Ich möchte dem Herrn danken für meinen Mann und meinen Sohn, die mich immer unterstützt haben und bereit waren den Preis zu zahlen. Wir haben in den letzten 20 Jahren unsere Zeit, Kraft und Geld für das Reich Gottes investiert. Mein Sohn hatte nicht soviel Spielzeug und schöne Sachen wie andere Kinder. Er musste verzichten, damit wir mit dem Wenigen, das wir hatten und haben den Herrn dienen konnten. Aber der Herr wird es ihm zurückerstatten und ihn mächtig gebrauchen.
Wir leben nicht für uns sondern für Jesus. Der Herr ist ein Belohner, gelobt sei der Name des Herrn.
Ich habe viel gesehen und viel erlebt mit dem Herrn. Aber es ist klar, dass wir erst am Anfang sind. Der Herr gibt mir seit Jahren immer wieder das Wort: „Ich habe dich von der Weide hinter den Schafen weggenommen, dass du ein Fürst über mein Volk sein sollst“ (1.Chr. 17,7).
Der Herr sucht immer Einzelne, die Er auf die Seite nimmt, schleift und für bestimmte Aufgaben vorbereitet; Menschen, die keine Kompromisse machen! Wir wissen uns im Willen Gottes und das gibt uns die Kraft trotz aller Ablehnung weiter zu machen.
Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebte! Sei getrost, sei getrost.
Amen